Pressebericht vom Osterkonzert 2018
 

Fantasien über Natur und Liebe

 

Der Musikverein Longkamp begeistert mit seinem Osterkonzert 250 Gäste.


 

Longkamp. Das intensive Proben und Üben hat sich gelohnt. Die Longkamper Musikerinnen und Musiker mit ihrem Dirigenten Jürgen Kullmann haben den 250 Gästen ein eindrucksvolles Osterkonzert in der renovierten Gemeindehalle geboten. Mit dem Thema „Natur und Liebe“ gelang es dem Longkamper Musikverein auch in diesem Jahr die vielen Gäste mit anspruchsvoller konzertanter Blasmusik zu begeistern.
Der Vorsitzende des KMV Bernkastel-Wittlich Norbert Sartoris betonte in seiner Festansprache, dass viele Musikvereine durch ihr Engagement dazu beitragen, dass das, was man mit „kulturellem Erbe“ bezeichnet, tatsächlich erhalten bleibt. Und er fügte hinzu „wer die musikalische Tradition so gut pflegt und dazu mit solchem Können wie der Musikverein Longkamp, der verdient Lob und Anerkennung.“

 

NACHWUCHSPROJEKT
Das Nachwuchsorchester des MV Longkamp unter Leitung von Tommy Schommer eröffnete das Konzert und erntete viel Applaus. Die Musikgruppe, bestehend aus Musikern, Kindern in der Ausbildung, der Jugend des Vereins und Wiedereinsteigern („Junge und ewig Junggebliebene“), bewies beim Osterkonzert mit Titeln wie „Skyfall“, „Jurassic Park“ oder „Somethin’ Stupid“ ihre erfolgreiche Arbeit.

 

MUSIK HÖREN, SEHEN UND FÜHLEN
Natur und Liebe sind keine getrennten Konzepte, sondern gehören einfach zusammen, so der Kommentator des Konzertes Peter Brucker jr. Er fügte nahezu jedem Stück eine kleine Natur- oder Landschaftsimpression hinzu, mit der man die dargebotene Musik nicht nur hören, sondern auch fühlen und - in der Phantasie - vielleicht sogar sehen sollte.

Mit dem ersten Stück des Konzertes "Zum Städtel hinaus", einem deutschen Militärmarsch, wollte man zu einer musikalischen Reise in verschiedene Regionen der Welt aufbrechen. So führte „Out of Africa“ von John Barry nach Ostafrika. Schon die ersten Akkorde entführten den Zuhörer mitten hinein in ein Szenario mit Elefanten und Giraffen.

„Symphonic Highlights from Frozen“ aus der „Eiskönigin“: Glitzernde Dächer, durchscheinende Türme und ein eisig kalter Schneesturm, der alles umgibt. Die Musik zum Film ist, wie bei vielen Disney-Filmen, sehr vielfältig und verzaubert den Zuhörer mit schönen, filigranen Melodien.

"Hochzeitstag auf Troldhaugen", komponiert von Edvard Grieg, ließ beim Publikum feierliche sowie romantische Gefühle aufkommen.

„Schmelzende Riesen“, eine Komposition von Armin Kofler erzählt die Geschichte solcher Eisriesen, die, ob durch den nahenden Sommer oder die Klimaerwärmung, langsam, aber sicher schmelzen und auseinanderbrechen.

„A Day of Joy“ ist ein Lied (1882) von Antonín Dvořák, in dem die Schönheit der Natur und der ganzen Schöpfung besungen wird.

Die „Katharinen-Polka“ wurde von Kurt Gäble komponiert. Eine mährische Polka wird im Gegensatz zur böhmischen Polka in schnellerem Tempo gespielt und ist beim Publikum besonders beliebt. Die Polka ist sozusagen eine Perle in der Musik-Landschaft und unabhängig vom Konzertthema gehört eigentlich zu jedem guten Blasmusik-Konzert mindestens eine Polka dazu.

Der Marsch "Der Jäger aus Kurpfalz" von Gottfried Rode erzählt die Geschichte eines Jägers, der, kurz gesagt, tut und lässt, was ihm gefällt. „NATUR UND LIEBE“ war ein beeindruckendes Konzert des Musikvereins Harmonie Longkamp und vermittelte dem begeisterten Publikum musikalische Phantasien zum Hören, Sehen und Fühlen. Großer Applaus und die geforderten Zugaben rundeten diesen gelungenen Konzertabend harmonisch ab.

 

EHRUNGEN
Seit über 60 Jahren hat Rudi Braun die Geschicke des MV Longkamp geleitet und mitbestimmt. In verschiedenen Funktionen gelang es ihm immer wieder, so der Laudator Dirigent Jürgen Kullmann, den Musikverein Longkamp mit erfolgreicher Arbeit auf den richtigen Weg zu bringen. Auch der Vors. des Kreismusikverbandes, Norbert Sartoris betonte die Wichtigkeit einer solch kontinuierlichen Mitarbeit von Rudi Braun und zeichnete ihn mit dem „Landesehrenbrief mit Ehrenzeichen in Gold“ für 60 Jahre aus.

Dieselben Auszeichnungen erhielten für 40 Jahre Bettina Ruf, Margit Ruf und Stefan Braun. Für 10 Jahre aktives Musizieren erhielten Thomas Brucker, Peter Brucker jr. und Marc Zimmer das Bronzene Ehrenzeichen.